Die Fakten von A-Z

200 dringend benötigte, bezahlbare Wohnungen können auf dem Viehhofgelände zusätzlich entstehen. Da es sich um städtisches Eigentum handelt, müssen Genossenschaften und/oder die städtischen Wohnungsbaugesellschaften zu Grundstückspreisen des „konzeptionellen Mietwohnungsbaus“ statt Investoren zum Zuge kommen.
2020
Eine als geradezu magisch dargestellte Jahreszahl: Ende des Mietvertrages des Volkstheaters in der Briennerstraße, Eckdatum für die Neuplanung (beschleunigter Ablauf) und Ende des Vetrages mit dem Intendanten.
Der so künstlich erzeugte Zeitdruck ist für eine städtische Zukunftsinvestition kein guter Ratgeber.
„2023 spätestens“ soll der Umzug ins Viehhofgelände erfolgen, schreibt die Süddeutsche Zeitung am 30. April 2015. 2023 ist der Standardablauf im Terminrahmen. Was passiert in den drei Jahren von 2020 bis 2023? Da muss wohl eine Interimslösung her!

Änderungsantrag der CSU: Der Standort Großmarkthalle soll nicht parallel weiter untersucht werden, damit erfolgt die Festlegung des neuen Standortes auf das Viehhofgelände.
Aufsichtsrat des Münchner Volkstheaters MVT GmbH. Er besteht aus Mitgliedern des Stadtrates.

Bebauungsplan ist ein Instrument der Sadtplanung, mit dem die Nutzungsart von Flächen vorgegeben wird. Wohnen, Gewerbe und Freiflächen sowie kulturelle Nutzungen  können dort festgelegt werden. Für das Viehhofgelände liegt kein Bebauungsplan vor. Mit dem Bau des Volkstheaters würde die zur Verfügung stehende Fläche erheblich reduziert und irgendeine Nutzungsart könnte dabei zu kurz kommen. 
Beschleunigter Ablauf
  bis 2020. Ist im Terminrahmen nur für den Standort Viehhof vom Planungsbüro vorgesehen, für alle anderen potenziellen Standorte hat man sich mit einem Standardablauf begnügt, der teilweise noch eine Spanne von zweieinhalb Jahren  für die Aufstellung von Bebauungsplänen berücksichtigt.
Beschluss des Stadtrats
vom 17. 12. 2014 beinhaltet:
Planungen am Standort Viehhof vertiefen und ein Vorbescheidaverfahren vorbereiten,
die planungsrechtlichen Voraussetzungen herbeiführen und
ein Konzept ausarbeiten, unter welchen Voraussetzungen der Spielbetrieb bis 2020 zu erreichen ist. Das Nutzerbedarfsprogramm mit 16.079 m² Bruttogeschoßfläche. 
Bezirksausschuss (BA)
Betroffen sind die BAs 2 (Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt) mit dem Viehhofgelände sowie der Sendlinger Bezirksausschuss (BA 6), der sich mehrfach für den Standort Großmarkt Halle 1 eingesetzt und Anträge an den Stadtrat gestellt hat. Der Sendlinger Bezirksausschuss hat in seiner Mai-Sitzung die Petition einstimmig befürwortet.
Brienner Straße
Nr. 44 Sitz der Münchner Niederlassung von DU Diederichs.
Nr. 50 Sitz des Münchner Volkstheaters.
Bühnenturm
Ein wesentlicher Bestandteil des Nutzerbedarfsprogramms (NBP) mit mindestens 27 Metern Innenhöhe auf einer Fläche von 18 x 21,5 Metern. Ein so massiver Baukörper würde im angrenzenden Schlachthof- und Dreimühlenviertel eine Spirale der Höhenentwicklung in Gang setzen.

CSU hat den Änderungsantrag gestellt, nurmehr den Viehhof als Standort weiter zu verfolgen. Auf Facebook wird Herr Quaas, kulturpolitischer Sprecher der CSU Fraktion, zitiert und spricht selbst von einem „sportlichen Zeitplan“ .

DU Diederichs Das Planungsbüro, das die Machbarkeitsstudie und den Nutzerbedarfsplan (NBP) erstellt hat. Es wurde schon mit der ersten Planung des neuen Großmarktes beauftragt. Die wurden nach massiven Protesten der Händler verworfen und zwei Jahre später neu beauftragt. Hier die Information der Markthallen München zum Neubau der Großmarkthallen (achten Sie auf die Jahre 2011 bis 2013).

„Egal wie“ scheint die Mehrheit im Stadtrat gedacht zu haben.

Frischezentrum oder Schranne sind Begriffe, die häufig für die Nachnutzung der denkmalgeschützten Halle 1 genannt werden. Problem: Der zu erwartende starke Besucherverkehr.

Großmarkt wird ganz neu gebaut.
Hier die Information der Markthallen München zum Neubau der Großmarkthallen (achten Sie auf die Jahre 2011 bis 2013).

Halle 1 Ein denkmalgeschütztes Gebäude, das eine 112-jährige Tradition in der Versorgung der Münchner mit Nahrungsmitteln hat. Diese Tradition kann mit dem Münchner Volkstheater zur kulturellen Versorgung sinnvoll fortgesetzt werden.

Idealbesetzung Das ist nach Aussage der Planungsreferentin in der Vollversammlung  die Großmarkthalle 1 für das Volkstheater.
Ideenwerkstatt des BA 2 im Mai 2014. Über Stunden haben Bürger in dieser vom Münchner Forum moderierten Veranstaltung Ideen zur Nutzung des Viehhofgeländes beigesteuert. Auch die SZ berichtete (Artikel auf den Seiten des BA2).
Interimsspielstätte Ein Tabubegriff in der Diskussion. Denn man wolle keine Übergangslösung, wie eine ehemalige Aufsichtsrätin in der Stadtratsdiskussion sagte.
Gute Erfahrungen mit einer Interimslösung hat jedoch das Deutsche Theater gemacht, das während einer langjährigen Umbauphase in Fröttmaning eine Erfolgsgeschichte geschrieben hat, so der damalige Intendant. Auch das Gärtnerplatztheater befindet sich seit Jahren „auf der Walz“ und freut sich, dass neue Publikumsgruppen erreicht werden konnten.

Ja-Sager hat es in der Stadtratsdebatte genug gegeben. Nun braucht es engagierte Bürger, um ein sinnvolles Ergebnis zu errreichen.

Kommunaler Wohnungsbau muss auf dem Viehhofgelände betrieben werden. Wo gibt es noch ein stadteigenes Grundstück, das zentrumsnah gelegen ist, um die angespannte Wohnungssituation in München zu lindern?

Lärmbelastung der an den Viehhof grenzenden Wohnviertel durch Parksuch- und Lieferverkehre ist vorprgrammiert.

Münchner Forum hat die Ideenwerkstatt des BA 2 moderiert und begleitet das Bauvorhaben gewohnt kritisch.
Münchner Volkstheater GmbH Eine städtische Kapitalgesellschaft mit einem Stammkapital von 26.000 € und dem Auftrag zum „Betrieb des Münchner Volkstheaters…in einem dem kulturellen Zweck des Hauses angemessenen Rahmen“. Die Zahlen zur Besucherauslastung von 85% und dem Zuschussbedarf von 8.000.000 € finden Sie im Finanzdaten- und Beteiligungsbericht 2014 der Landeshauptstadt (hier in Auszügen als pdf ca. 175 kb).

Neubau für einen dreistelligen Millionenbetrag oder sinnvolle Nachnutzung eines Bau- und Kulturdenkmals zu ähnlich hohen Kosten? „Wir bauen gerade unser Wunschtheater“ wird Intendant Stückl in der tz vom 25.06.15 zitiert. Der Flächenverbrauch wäre mit annähernd 7.000m² allerdings enorm.

ÖPNV  (öffentlicher Personen-Nahverkehr) Haltestellen der MVG für An- und Abfahrt der Besucher sind in idealer Weise im Bereich der Großmarkthalle 1 vorhanden. U 3 und U 6 in der Implerstraße, Bus 132 direkt vor dem Gelände und Bus 62 an der Rückseite des Geländes: Idealer geht’s nicht!

Parkplätze könnten über die Thalkirchner Straße in der schon vorhandenen Tiefgarage angefahren werden. Beim Viehhofgelände ist mit einem starken Parksuchverkehr zu rechnen.

Quo vadis, Munichen? Städtischer Grund auf dem Viehhofgelände wird bedenkenlos geopfert. Für ein geschichtsträchtiges Baudenkmal gibt es keine sinnvollle Nachnutzung. Jeder Stadtrat, der etwas auf sich hält, fordert bezahlbaren Wohnraum oder die Förderung des genossenschaftlichen Wohnbaus. Wenn es jedoch zum Schwur kommt sind sich alle einig: Volkstheater statt Wohnungen!

Referate, die bei der Entscheidungsfindung beteiligt waren. Lesen Sie hier die Stellungnahmen zur Beschlussvorlage:
Baureferat
„Das Baureferat zeichnet die Beschlussvorlage mit. Die Änderungswünsche in der Beschlussvorlage, die die Terminaussagen betreffen wurden übernommen.“
Kommunalreferat
„Das Kommunalreferat trägt die Beschlussfassung grundsätzlich mit; empfiehlt jedoch das Areal Großmarkthalle im Kontext des Volkstheaters noch eingehender zu untersuchen.“
Referat für Stadtplanung und Bauordnung
„Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung nimmt das Ergebnis der Machbarkeitsstudie, den Standort „Viehhof im Schlachthof“ weiterzuverfolgen, hin. Gleichzeitig wird die denkmalgeschützte Halle 1 der Großmarkthalle als Standort für das Volkstheater als geeignet erachtet.“ Erst in der Stadtratssitzung wird die Referentin deutlicher und spricht im Zusammenhang mit der Halle 1 von einer Idealbesetzung.“ Sie spricht auch perspektivisch von 300 bis 480 Wohneinheiten auf dem Gelände des Viehhofes. Da liegen wir gar nicht weit auseinander.
Stadtkämmerei
Sie wird in der Beschlussvorlage zusammenfassend zitiert:“Die Stadtkämmerei (Stellungnahmen vom 10.09., 23.09. und 06.10.2014) trägt die Beschlussvorlage im Grundsatz mit. … Mit Schreiben vom 06.10.2014 teilte die Stadtkämmerei ferner mit, dass der Standort  Markthallen nochmals vertieft untersucht werden soll, da die Standorte als gleichwertig einzustufen seien und somit die Möglichkeit das ganze Finanzierungspotential aus dem Viehhofgelände ausschöpfen zu können, erhalten bliebe.“
Im Wortprotokoll können Sie es hier selbst nachlesen.

Sendlinger Bezirksausschuss unterstützt mit einem einstimmigen Votum diese Petition.
Sendlinger Kulturschmiede
ist mit an Bord.
SPD-Sendling unterstützt die Petition ebenfalls.
Stadtratsbeschluss siehe Beschluss des Stadtrats

Tiefgarage ist am Standort Großmarkthalle praktisch vorhanden und über die Lagerhaus- und Thalkirchner Straße einfach zu erreichen.

U-Bahn Implerstraße (U3 und U 6) vor der Haustüre der Großmarkthalle: Kann es noch besser sein?

Viehhof-Kino Für diese sehr beliebte Zwischennutzung des Geländes bedeutet die Entscheidung vermutlich schon das Ende in 2017.
Vollversammlung des Stadtrates
Sie ist des entscheidende Gremium. Die Dokumente zur Entscheidung des Stadtrates finden Sie rechts auf dieser Seite zum Download.

Wohnungssituation ist ein Thema, das die Münchnerinnen und Münchner täglich hart trifft. Bezahlbarer Wohnraum ist kaum zu finden; immer wieder wird selbst im Stadtrat die Föredrung bezahlbaren Wohnraumes gefordert.
Umso unverständlicher, dass auf die Möglichkeit von 200 möglichen zusätzlichen Wohnungen auf städtischem Grund geradezu fahrlässig verzichtet wird.

Xaver Wurzeneder mein fiktiver Nachbar würde sagen: „Ja mei, was wuist macha?“ Kämpfen, Xaver! Für eine sinnvolle nachhaltige Lösung!

Youtube Dort ist leider kein Mitschnitt der Vollversammlung vom 17. Dezember 2014 verfügbar und auch die Mediathek des Münchner Stadtrates stellt die Aufzeichnung nicht mehr zur Verfügung. Sie finden hier wenigstens das Wortprotokoll des Tagesordnungspunktes zum Volkstheater (pdf ca. 150kb).

Zeitfaktor Der wird von Kulturreferent Küppers als Hauptgrund für die Entscheidung für den Viehhof genannt (tz vom 25.06.15) „Eine Entscheidung für die Großmarkthalle hätte eine teure Übergangslösung erfordert.
Zusammenfassung
: Volkstheater in die Großmarkthalle und 200 Wohnungen mehr auf das Viehhofgelände!