Merkwürdige Informationspolitik: Erste Pläne zum Volkstheater im Viehhof

In der Sitzung des BA 2 vom 28. Juli wurden die ersten Pläne zum Vorbescheid vorgestellt: Als Bürgerinformation gedacht, stand dieser wichtige Punkt nicht auf der Tagesordnung, sondern wurde unter „Sonstiges“ behandelt! Wenn man schon über eine Information nicht informiert… „Komisch“ bis „merkwürdig“ waren die ersten Kommentare zu diesem Vorgehen.

Neben Vertretern von Kultur- und Kommunalreferat war auch der beauftragte Architekt und der Intendant des Volkstheaters anwesend – zusätzlich zu vielen Bürgern, die aktiviert wurden.

Und wie soll’s denn nun werden?
Gigantisch groß! Aus einem sogenannten „Footprint“ von 5.600 m² in der Stadtratsvorlage wurden nun 7.800 m², wie der Architekt auf Nachfrage sagte. Eine Steigerung von stolzen 39,3 %; Die tatsächliche eingezeichneten Abmessungen zeigen mit 9270,52 m² eine Steigerung von mehr als 47 %. Eine wichtige Information zum Flächenfraß des Volkstheaters.

Und wie kann man noch informieren? Indem der Architekt in einem Nebensatz von einen „profilüberschreitenden Bauteil“ spricht: Er meinte den Bühnenturm mit einer Höhe von 30 Metern bei 20 x 30 m Grundfläche! Das ist schon ein echter Kandidat für das Unwort des Jahres!

Dass es noch keine weitere definierte Nutzung gibt, verwundert nicht, denn es soll ja nur das Volkstheater durchgedrückt werden!  Da ist es ja gut, wenn die Voranfrage „nur ein Stimmungsbild“ einfangen soll, wie der BA-Vorsitzende sagte.
Die Vorsitzende des Arbeitskreises „Zukunft Viehhof“ stellte eine Bürgerveranstaltung im Herbst in Aussicht. Und das Kulturreferat will im September vor den Stadtrat und sich die Pläne absegnen lassen!

Das förmliche Vorgehen, die Voranfrage im BA zu behandeln, könnte auf die Sitzung des Ferienausschusses hinauslaufen: Wenige BA-Mitglieder haben über viele Tagesordnungspunkte zu beraten…

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