Unsere Petition wurde übergeben

Unsere Mitinitiatoren Gabi Duschl und Wolfgang Garella vor der Übergabe. (Foto: Siliva Haas)Am Dienstag, den 26. Januar haben wir unsere Petition an die Leiterin der Bürgerberatung des Oberbügermeisters übergeben können.
Wir gehen davon aus, dass die Meinung von mehr als 1000 Unterstützern über den OB Gehör findet und in die Diskussion um den Standort für das Volkstheater eingeht.

Weil man’s aber nicht genau weiss, wurde begleitend eine Einzelpetition an den Stadtrat gerichtet mit der Bitte, zunächst nur über das endgültige Nutzerbedarfsprogramm zu beschließen und alle weiteren Schritte zu Planung und Ausführung des Theaterbaus weiter im Planungsausschuss zu beraten.

Ein Projekt von so großem Einfluss auf die Stadtgestalt ist dort einfach besser aufgehoben.

Hier folgt der Text der Petition, die über rathaus@muenchen.de an den Stadtrat gemailt wurde:
„Sehr geehrte Damen und Herren im Stadtrat,

ich wende mich an Sie mit einer Petition zum neuen Standort für das Volkstheater,
zur Entwicklung des Viehhofgeländes und der Großmarkthalle 1.
Das Thema ist umfangreich und so besteht auch meine Bitte aus mehreren Teilen.

  1. zur Behandlung durch den Kulturausschuss:
    Bitte beschränken Sie sich auf ein endgültiges Nutzerbedarfsprogramm und
    beschließen Sie nicht über weitere Schritte zur Planung oder Ausführung des Gebäudes. Das NBP soll die Entwicklung des Geschäftsbetriebs des MVT berücksichtigen und dennoch die Grundlage für einen angemessenen Theaterbetrieb bieten.
    Seien Sie sich bewusst, dass „die Stadt“ sich „ihr Theater“ baut – wie Herr Stückl mehrfach öffentlich betont hat – , nicht der Intendant seins.
    Der Zeitplan aus der Machbarkeitsstudie wird bereits vom Kulturreferat als
    zu ambitioniert bezeichnet und so stellt sich nun die Frage, ob nicht auch die städtebaulichen Faktoren in dieser Studie eher willkürlich und mit lediglich 4% zu niedrig angesetzt sind.
  2. In Anbetracht der Auswirkungen eines Theaterneubaus auf Stadtentwicklung und Stadtgestalt möchte ich Sie bitten, im Planungsausschuss ein Konzept für die Entwicklung des Viehhofgeländes zu erarbeiten, das die Gesamtheit des Areals beinhaltet; für den Theaterneubau gibt’s einen zumindest gleichwertigen Standort.
    Nutzen Sie die einmalige Gelegenheit, hier – auf einem innerstädtischen gemeindeigenen Grundstück – dringend benötigten bezahlbaren Wohnraum sowie Gewerbe- und Freiflächen zu schaffen. Städtische Wohnbaugesellschaften und Genossenschaften könnten hier zum Zuge kommen.
    Mit Viehhofareal steht der ideale Platz zur Verfügung, um die Konkurrenz von Wohnen, Arbeiten und Gewerbe um geeignete Flächen aufzuheben und den Entwurf des Konzeptgutachtens Freiraum München 2030 als Leuchtturmprojekt umzusetzen.Durch den Flächenbedarf des Volkstheaters würden diese Möglichkeiten reduziert oder gar unmöglich gemacht.

  3. Da für die Nachnutzung der denkmalgeschützten Großmarkthalle noch keine Konzepte
    vorliegen, bitte ich Sie: Lassen Sie den Standort Großmarkthalle 1 für das Volkstheater untersuchen.
    Meine Vorstellung ist: „Volkstheater in die Großmarkthalle“ und ich stehe mit dieser Ansicht nicht alein! Mehr als 1000 Unterstützer einer Online-Petition,
    die dem OB übergeben wird, das Votum des BA 6 zur Unterstützung dieser Petition
    sowie Anträge des BA 6 zum Standort Großmarkthalle und eine BV-Empfehlung aus Sendling sind genau dieser Ansicht.
    Zur Prüfung des Standortes Großmarkthalle gibt es auch der Ludwigsvorstadt-
    Isarvorstadt eine entsprechende BV-Empfehlung.Bitte übergehen Sie diese Wünsche nicht „einfach so“.

Mit freundliche Grüßen
Wolfgang Garella

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